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Lifestyle

Teehäuser in Deutschland

Ja, es gibt sie auch bei uns! Über die Geschichte der Teehäuser in Deutschland und wo man sie bei uns findet.

Veröffentlicht: 15.05.2019 von Felice

Teehäuser in Deutschland

“Warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah.” Richtig gelesen - Teehäuser sind zwar fest in der asiatischen Kultur verankert, aber auch hierzulande vertreten. Ähnlich wie in Japan und China erfreuen sich die kleinen, traditionellen oder modernen Teehäuser in Deutschland großer Beliebtheit. Was genau ist ein Teehaus und wo sind die Teehäuser in Deutschland zu finden?

 

Was ist ein Teehaus?

Ein Teehaus ist ein Gebäude, in dem traditionell Tee zubereitet und getrunken wird. Die Ende des 18. Jahrhunderts in Europa errichteten Teehäuser hatten die chinesische und japanische Teekultur zum Vorbild. Aus diesem Grund sind auch die meisten deutschen Teehäuser optisch an die asiatische Kultur angelehnt. Sie haben oft die Form eines Pavillons, der mit einer aufwendigen und detailreichen Aussenfassaden verziert ist. Charakteristisch für viele Teehäuser sind ebenfalls bunte Malereien und die klassischen chinesischen Dachformen.

Die Geschichte des deutschen Teehauses

Ende des 18. Jahrhunderts kamen die Teehäuser im Zuge des Barocks in Europa in Mode. Tee war zu dieser Zeit ein Luxus-Getränk aus fernen Welten, welches vorwiegend in der Oberschicht getrunken wurde. Die deutschen Vertreter orientierten sich vor allem an chinesischen und japanischen Teehäusern. China hatte früher sehr viele prunkvolle Teehäuser. Durch die Revolution sind diese großteils zerstört und später nicht wieder aufgebaut worden. In Japan ist das Teehaus noch heute ein fester Bestandteil der Teekultur. Die damals neu erbauten Teehäuser in Deutschland waren ein willkommener Weg, um die neue Welt zu erkunden, ohne sich auf lange Reisen zu begeben.

Ausgelebt wurde die asiatische Affinität des 18. Jahrhunderts nicht nur im Bau eines Teehauses. Adelige richteten sich zuhause in ihren Landhäusern und Schlössern chinesische und japanische Teeräume ein. So auch König Ludwig II aus Bayern, welcher mit seinen prunkvollen Schlössern, wie Neuschwanstein, noch heute Millionen Besucher jährlich anlockt. Er plante 1880 am Plansee, unweit von Schloss Linderhof, ein chinesisches Sommerschloss zu errichten. Vorlage sollte der Sommerpalast Yuen Ming Yuen des Kaisers K’ang Hsi in der Nähe von Peking sein.

 

Die damals neu erbauten Teehäuser in Deutschland waren ein willkommener Weg, um die neue Welt zu erkunden, ohne sich auf lange Reisen zu begeben.

Im 20. Jahrhundert entstanden aufgrund von deutsch-chinesischen und deutsch-japanischen Städtepartnerschaften viele moderne Teehäuser in Deutschland. Das japanische Teehaus im Englischen Garten in München gründet zum Beispiel auf einer solchen Partnerschaft. Ebenso, das chinesische Teehaus zum  Osmanthussaft in Berlin. Der freie Zugang für alle Gesellschaftsschichten machte die asiatische Kultur damals der breiten Masse zugänglich, sodass sich die Faszination schnell in ganz Deutschland ausbreitete.

Die beliebtesten Teehäuser in Deutschland

Als kleine Inspiration haben wir dir einmal eine Auswahl von traditionellen bis modernen Teehäusern zusammengestellt. Ob für einen kurzen Besuch, ein Treffen mit Freunden oder einen kleinen Wochenendausflug, in unserer bunt gemischten Auswahl sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Die Auflistung ist keinesfalls abschließend. Falls dir noch ein tolles Teehaus einfällt, kannst du es uns gerne mitteilen und wir ergänzen die Liste.

  • Das Teehaus im Weissenburgpark in Stuttgart

Der schöne Gartenpavillon im Jugendstil im Weissenburgpark in Stuttgart lädt zum Verweilen ein. Hohe Sprossenfenster, liebevolle Verzierung und eine farbenfroh bemalte Kuppeldecke als Blickfang. Idyllisch auf einem Hügel im Süden der Stadt gelegen lockt die multikulturelle Atmosphäre und die großzügige Terrasse ganzjährig viele Besucher an.

 

  • Das Golden Temple Teehaus in Hamburg

Versteckt im Univiertel liegt dieses hippe Teehaus der modernen Generation. Der Duft von würzigem Chai begrüßt einen gleich nach Betreten des gemütlichen Teehauses. Die ganze Vielfalt des Chai wird mit veganen Leckereien abgerundet. Der golden Temple ist ein gutes Beispiel für die Überführung der traditionellen Teekultur in die Moderne - ähnlich, wie sich einst Cafés in den gesellschaftlichen Alltag integriert haben.

 

  • Das Teehaus im Luisenpark in Mannheim

Das Teehaus im Luisenpark gehört zu den größten Teehäusern in Europa. Es wurde in China gefertigt und dann nach Deutschland überführt. Folglich kann man hier echte chinesische Handwerkskunst erkunden. Eingebettet in einen 5.000 Quadratmeter großen chinesischen Garten ist das Teehaus zu jeder Jahreszeit ein Besuchermagnet.

 

  • Das Teehaus Kanshoan in München

Das Kanshoan Teehaus ist ein sehr traditionelles japanisches Teehaus. Anders als die chinesischen Teehäuser ist es unauffällig gehalten und auf das Nötigste beschränkt. Das Teehaus wurde der Stadt München im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 1972 von Dr. Soshitsu Sen, einem Großmeister der Urasenke Teeschule aus Japan, gespendet. Auflage war, dass in diesem sehr traditionellen Teehaus regelmäßige japanische Teezeremonien stattfinden. Umgeben von einem kleinen japanischen Garten befindet sich das Teehaus auf einer künstlich angelegten Insel. So kann man heute, mitten im turbulenten Südteil des englischen Gartens, einen Ort der Ruhe finden und nach Anmeldung einer traditionellen japanischen Teezeremonie beiwohnen.

 

  • Das Chá Dào Teehaus in Frankfurt a.M.

Im Chá Dào Teehaus in Frankfurt am Main kann man chinesischen Tee in Gänze erleben. Neben der großen Auswahl an verschiedenen chinesischen Teesorten, kann hier traditionelles Teeservice bestaunt und auch erworben werden. In der angrenzenden Bibliothek wird ausführlich zu der Kultur und dem Land China informiert. In regelmäßigen Abständen finden Ausstellungen chinesischer Künstler statt.

 

  • Das Teehaus zum Osmanthussaft in Berlin

Das Osmanthussaft Teehaus verzückt mit seiner bunten Außenfassade und dem chinesischen Dach. Es befindet sich im größten chinesischen Garten in Europa. “Der Garten des wiedergewonnenen Mondes” wurde im Rahmen einer Städtepartnerschaft neu angelegt. Zu chinesischem Tee reicht das Teehaus chinesisches Gebäck. Bei schönem Wetter empfiehlt sich die am See gelegene Terrasse. Ab 6 Teilnehmer kann an einer klassischen chinesischen Teezeremonie teilgenommen werden.  

 

  • Das Drachenhaus in Potsdam

Mitten im schönen Schlosspark Sanssouci in Potsdam steht das Drachenhaus. Der mit chinesischen Stilelementen verzierte Gartenpavillion ist eines der bekanntesten Teehäuser deutschlands. Das eindrucksvolle Teehaus-Café stellt einen weiteren Grund für einen Ausflug zum schönen Schloss Sanssouci dar. Bauten wie der aufwendig verzierte Gartenpavillon veranschaulichen die den Gebäude entgegengebrachte Wertschätzung. Der Pavillon bietet einen idyllischen Rückzugsort für eine leckere Tasse Tee.                                                       

 

 

Das Drachenhaus im Schlosspark Sanssouci

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