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Wissen

Schwarzer Tee: Der Muntermacher

Der beliebte Klassiker - feinherber Energiekick mit einer leicht bitteren Note. Wir stellen dir den Schwarztee einmal vor!

Veröffentlicht: 05.06.2019 von Felice

Charakter:

 

Asiaten wundern sich, dass Europäer den schwarzen Tee als schwarz bezeichnen. In Fernost ist er als roter Tee bekannt - was ein Blick in eine Tasse gebrühten, kupferfarbenen Schwarztees auch nahelegt. Europäer beziehen sich mit ihrer Bezeichnung auf die Farbe der Blätter: und die ist in der Tat eher dunkel bis schwarz.

Womit schon der wichtigste Unterschied zum grünen und weißen Tee beschrieben ist: alle Teesorten stammen zwar von ein und derselben Pflanze (lat.: Camellia Sinensis). Seine Farbe bekommt der schwarze Tee lediglich durch die Fermentation, d.h. die frischen Blätter oxidieren.

 

 

Herkunft:

Genuss vom Indischen Subkontinent

 

Die Teepflanze braucht mindestens vier Stunden Sonne am Tag, regelmäßige Niederschläge und eine mittlere Jahrestemperatur von 18° Celsius. Frost bekommt den Pflanzen gar nicht. Daher liegen die Hauptanbaugebiete für Schwarztee vor allem in den tropischen und subtropischen Regionen Indiens und Sri Lankas. Aber auch Länder wie Kenia, Nepal, Taiwan, Indonesien oder die Türkei zählen zu den wichtigen Tee-Produzenten. In China und Japan wird dagegen hauptsächlich grüner Tee produziert.

 

Genau wie beim Wein spielen Klima, Boden und Erntezeit eine entscheidende Rolle für die Qualität und den Charakter des Tees. So sind die sehr wechselhaften Bedingungen und die intensive Sonneneinstrahlung an den Südhängen des Himalaya auf bis zu 2.800 Metern Höhe verantwortlich für das blumige Aroma der Darjeeling-Teesorten. Das subtropische Klima in den Anbaugebieten von Assam sorgt hingegen für seinen sehr kräftigen und würzigen Geschmack.

Assam kräftig-würzig, Darjeeling mild-lieblich, Ceylon fruchtig-herb, Afrika rauchig-würzig

Historie:

Wie kam der Schwarztee nach Europa?

 

Erst Anfang des 17. Jahrhunderts brachten holländische Händler den Schwarztee nach Europa. Schnell übernahm die Britische Ostindien-Kompanie die Führung als Tee-Importeur, da sie mit ihren Kolonien in Indien und Ceylon Zugriff auf die wichtigsten Anbaugebiete hatten. Hier legten sie neue Plantagen an, um von den chinesischen Anbaugebieten unabhängiger zu werden. Mitte des 18. Jahrhunderts landete der schwarze Tee über Holland erstmals in Ostfriesland, wo eine ganz eigenständige Teekultur entstand. In den Rest Deutschlands kam der schwarze Tee erst Ende des 19. Jahrhunderts.

 

 

Herstellung:

Welken, Rollen, Brechen, Trocknen, Sortieren

 

Nach dem Pflücken der oberen beiden Blätter nebst Knospe werden diese gewelkt und gerollt. Dadurch wird die Oberfläche der Blätter gebrochen und aufgerissen, damit die ätherischen Öle austreten können, die für den Geschmack verantwortlich sind. Die Fermentation setzt ein. Wichtig ist dabei die Temperatur: zu Beginn des Oxidationsprozesses 22 Grad, danach nicht wärmer als 29 Grad. Dadurch entsteht das typische Aroma. Um das zu konservieren, werden die Blätter im Anschluss getrocknet und sortiert.

 

 

Zubereitung:

Timing ist alles. Und Tee. Und Wasser.

 

Für die Zubereitung der perfekten Tasse Schwarztee spielen vier Faktoren eine Rolle: das Wasser, die Temperatur, die Teemenge und die Ziehdauer.

 

  • Wasser: Ein zu hoher Kalkgehalt im Wasser verursacht einen unschönen Film auf dem Tee, der den Geschmack beeinträchtigt. Daher am besten stilles Mineralwasser oder gefiltertes Wasser verwenden.
 
  • Temperatur: Oft hört man, das man Tee nur mit sprudelnd heißem Wasser aufgießen sollte, dabei erzielt man eher mit einer Wassertemperatur zwischen 90 und 95 Grad das optimale Ergebnis für Schwarztee. (Der Temial weiß ganz genau, welche perfekte Temperatur zu welcher Sorte passt.)
 
  • Teemenge: Für jede Tasse (250 ml) empfiehlt es sich, etwa 3,5 Gramm Tee zu verwenden – das entspricht einem leicht gehäuften Teelöffel.
 
  • Ziehdauer: 4-5 Minuten für kräftige anregende Wirkung, 2-3 Minuten für leichtere Tees. Beim zweiten Aufgießen darf das Wasser etwas heißer und die Ziehzeit etwas länger sein.

 

 

DIE GLAUBENSFRAGE

 

Pur oder mit Milch und Zucker?

Tee-Connaisseure schätzen den puren Geschmack des schwarzen Tees. Ähnlich wie beim Wein genießen sie die Geschmacksnuancen, die die einzelnen Anbaugebiete hervorbringen. Die Briten nehmen gerne einen Tropfen Milch in ihren Tee, um die Bitterstoffe etwas abzumildern. Andere Teetrinker fügen gerne noch Zucker, Honig oder Kandis hinzu, oder sogar Sahne, Zitrone oder Rum.

 

Übrigens: Zu kräftigen Schwarztee-Sorten wie Assam, Sumatra und Nepal-Tee passen Zitrone, Milch oder etwas Rum geschmacklich gut. Leichte Sorten wie Darjeeling, Sikkim, Nilgiri und Ceylon-Tees genießt man am besten pur - oder mit etwas Kandis wie die Ostfriesen.

Und aromatisiert?

 

Um den herb-bitteren Tannin-Geschmack des schwarzen Tees zu überdecken, werden mittlerweile zahlreiche Aromen hinzugefügt: trockene Früchte wie Kirschen, Äpfel oder Orangen oder Gewürze wie Vanille und Zimt - für Tee-Puristen ein Sakrileg. Immerhin ist auch einer der beliebtesten Schwarztees aromatisiert: der Earl Grey-Tee wird seit jeher mit Bergamotte-Öl verfeinert.

Wie es dazu kam? Der Legende nach beträufelte man den schwarzen Tee vor der monatelangen Schiffsreise mit Bergamotte-Öl, um dem durch die Schiffsreise bedingten modrigen Geruch vorzubeugen. 

 

First Flush oder Second Flush?

 

First Flush

Von November bis März ruht die Teeproduktion. Dann haben die Teepflanzen Vegetationspause. Erst wenn die Sonne im März die ersten frischen Triebe hervorlockt, beginnt die Pflück-Saison von Neuem. Dann wird vier bis sechs Wochen lang die erste Ernte eingebracht - der First Flush mit seinen feinen, blumigen Aromen.

 

Unser “Darjeeling First Flush” wächst an den 2.000 Meter hohen Südhängen des Himalaya.

 

In Between und Second Flush

Ab April wird der “In Between” geerntet, der dem First Flush vom Charakter her noch sehr ähnelt. Je näher die Ernte Richtung Mai rückt, desto mehr entwickelt der Tee einen aromatischen, kräftigen Geschmack, der typisch für den Second Flush ist. Der wird dann von Ende Mai bis Ende Juni geerntet.

 

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